Bedeutende Klavierhersteller


Schweizer Klavierbaufirma mit sehr hoher Qualität. Während der Produktion in Madretsch (CH-Biel) galten Burger und Jacobi Klaviere lange Zeit als Marktführer. Produziert wurden diese Instrumente von 1882 bis 1991. Johannes Brahms lobte 1888 die Qualität von Burger und Jacobi mit der Aussage: "Ihr Piano hat mir den Aufenthalt hier sehr verschönt. Es ist ein ganz vortreffliches Instrument und in seiner Art ein Muster. Die wohlverdiente Anerkennung wird Ihnen nicht ausbleiben." 

Die Gründung der Firma Sabel geht auf das Jahr 1842 in CH-Rorschach zurück. Lorenz Sabel übernimmt im Jahr 1919 die Firma. Ab 1923 wurden unter seinem eigenen Namen Flügel gefertigt und ab 1937 auch Kleinklaviere. Im Jahre 1979 übernimmt die Firma Wilhelm Schimmel (D-Braunschweig) den Betrieb in Rorschach bis die Produktion im Jahr 1989 eingestellt wurde.

Die Firma Schmidt-Flohr wurde 1830 von Johann Andreas Gottfried Flohr in Bern gegründet. Damals noch unter dem Namen "A. Flohr & Cie". Etwa 35 Instrumente jährlich wurden damals produziert. Nach Flohrs Tod 1872 wurde die Firma von seinem Schwiegersohn August Schmidt übernommen und als Firma "Schmidt-Flohr" weitergeführt. Bereits im Jahr 1920 wurden hier etwa 700 Instrumente jährlich produziert. Mit dem zweiten Weltkrieg halbierte sich die Produktion und der Aufschwung konnte nicht mehr zurück erlangt werden. An der Weltausstellung 1929 in Barcelona konnte Schmidt-Flohr aber noch den Grand-Prix gewinnen und die Instrumente waren auch im Ausland sehr geschätzt. 1975 wurde Firma von Peter Bachmann (CH-St. Gallen) übernommen und die Produktion in Bern wurde eingestellt.

Grotrian Steinweg zählt zu den ältesten Pianofortefabriken der Welt. Sie wurde bereits 1835 in D-Braunschweig gegründet und zählt auch heute noch zu den hochwertigsten Instrumenten im Klavierbau. Bis ins Jahr 2015 war Grotrian Steinweg ein Familienbetrieb über 6 Generationen, ehe sie durch die Parsons Music Group (China) übernommen wurde. Seit 2018 baut die Firma zwei Linien. "Wilhelm Grotrian" und "Wilhelm Grotrian Studio", welche komplett in China gefertigt werden.

1885 gründet Wilhelm Schimmel die die Firma "Schimmel Pianos" in D-Leipzig. Abgelöst wurde er 1927 von seinem Sohn Wilhelm Arno Schimmel, der den Firmensitz nach D-Braunschweig verlegte. Ende der 1950er Jahre sind Schimmel-Instrumente die mistgekauften Instrumente aus deutscher Produktion und expandieren in alle Welt. 1961 führt Nikolaus Wilhelm Schimmel die Firma in 3. Generation weiter. In den 70er Jahren wurde der Bau eines neuen Werks erforderlich, aufgrund stetig steigender Verkaufszahlen. 1979 wurde die Firma Sabel in CH-Rorschach übernommen. Seit 2003 wird das Familienunternehmen von Hannes Schimmel-Vogel geführt.

Carl Bechstein gründete die Firma C.Bechstein im Jahre 1853 in D-Berlin. Heute produziert die Firma ihre Instrumente in D-Seifhennersdorf, sowie die Instrumente der Marke "Zimmermann" in Tschechien. Instrumente der Firma Bechstein zählen heute noch zu den qualitativ hochwertigen Instrumenten aus deutscher Produktion.